Prämiert wurden die Kita Liebfrauen in Frankfurt, die Kita Sonnenau in Steinefrenz im Westerwald und die Kita St. Martin in Bad Ems. Die Einrichtungen zeigen beispielhaft, wie Kinder im Kita-Alltag ernst genommen, an Entscheidungen beteiligt und in ihrer Entwicklung gestärkt werden können.
Beworben hatten sich Einrichtungen aus dem gesamten Bistum Limburg. Im Mittelpunkt standen Praxisansätze, die Mitbestimmung ermöglichen, Vielfalt berücksichtigen und Kindern verlässliche Bildungs- und Erfahrungsräume eröffnen.
Die Schirmherrschaft übernahmen die hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, sowie die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig. Bildungsstaatssekretärin Jennifer Groß nahm in Vertretung der Ministerin an der Preisverleihung teil.
Für die KTK im Bistum Limburg hob Kita-Preis-Projektleiterin Petra Broo vom Caritasverband für die Diözese Limburg hervor, dass die Preisverleihung ein Thema sichtbar mache, das weit über die einzelne Einrichtung hinausreiche: In Kitas erfahren Kinder früh, dass ihre Stimme zählt, dass Beteiligung Gemeinschaft stärkt und dass gelebte Verantwortung ein wichtiger Bestandteil demokratischer Bildung ist.
Politische Unterstützung und fachliche Einordnung
Impulse der Jury-Mitglieder Prof. Dr. Jörg Maywald und Miriam Zeleke, Landesbeauftragte für Beteiligung und Förderung von Kindern und Jugendlichen in Hessen, sowie ein fachlicher Austausch machten deutlich, worauf es heute und in Zukunft ankommt: verlässliche Rahmenbedingungen, Qualitätssicherung und starke Strukturen, die Kinderbeteiligung dauerhaft ermöglichen.
Die hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, bekräftigte dies: "Die ausgezeichneten Einrichtungen machen deutlich, dass Kinderrechte nicht zusätzlich gelebt werden, sondern den Kern guter pädagogischer Qualität bilden. Beteiligung, Schutz und Demokratiebildung brauchen Zeit, gut und vielfältig qualifizierte Fachkräfte sowie verlässliche Strukturen. Deshalb entwickeln wir die Rahmenbedingungen für die Kindertagesbetreuung in Hessen kontinuierlich weiter und setzen auf Qualität als Grundlage für gute Bildung von Anfang an."

Die rheinland-pfälzische Bildungsstaatssekretärin Jennifer Groß betonte: "Ich freue mich, dass unter den drei prämierten Kitas gleich zwei sind, die aus dem rheinland-pfälzischen Teil des Bistums Limburg kommen. Ich gratuliere allen herzlich zu dieser tollen Auszeichnung. Alle drei Einrichtungen zeigen, dass die kontinuierliche Beteiligung der Kinder dort besonders wirksam ist, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Träger und Politik gemeinsam Verantwortung übernehmen. Als rheinland-pfälzische Landesregierung haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, früh zu fördern und verbindliche Grundlagen zu schaffen. Dazu gehören auch Rahmenbedingungen, die es Einrichtungen ermöglichen, Kinderrechte gut in den Kita-Alltag zu übersetzen".
Jurymitglied Professor Dr. Jörg Maywald von der Fachhochschule Potsdam erläuterte: "Gute Qualität in Kitas muss sich daran messen lassen, inwieweit es gelingt, die Rechte jedes Kindes auf Schutz, Förderung und Beteiligung zu verwirklichen. Die in der UN-Kinderrechtskonvention enthaltenen Rechte sind der Fixstern einer kindgerechten Pädagogik".
Miriam Zeleke, Hessische Landesbeauftragte für Beteiligung und Förderung von Kindern und Jugendlichen, unterstrich: "Kinderrechte beginnen damit, Kinder als eigene Persönlichkeiten ernst zu nehmen. Die prämierten Kitas zeigen, wie Beteiligung im Alltag gelingen kann: wenn Kinder mitreden, mitgestalten und erleben, dass ihre Perspektive zählt und sie ihren Raum aktiv nutzen können."
Die Preisträgerinnen:
- 1. Platz: Kita Liebfrauen, Frankfurt
- 2. Platz: Kita Sonnenau, Steinefrenz
- 3. Platz: Kita St. Martin, Bad Ems
Hintergrund
Der KTK Bistum Limburg Kita-Preis ist eine Initiative der KTK-Diözesan-Arbeitsgemeinschaft Limburg, einem Fachverband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) im Caritasverband für die Diözese Limburg. Der Preis macht gute Arbeit sichtbar, stärkt den fachlichen Austausch zwischen Trägern und Einrichtungen und gibt Impulse für die Weiterentwicklung katholischer Kita-Praxis. Er wurde 2024 erstmals vergeben.
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