Solidarische Verantwortung statt Ausgrenzung
Klare Haltung gegen Ausgrenzung
In einer Zeit der fundamentalen Veränderung gehen viele Menschen mit Verunsicherung in die Zukunft. Die Auseinandersetzung darüber, wie diese Krisen bewältigt werden können, prägte den Wahlkampf. Das ist Teil der demokratischen Debatte. Eine Grenze ist jedoch dort erreicht, wo völkischer Nationalismus als vermeintliche Antwort angeboten wird. Die stärkste Kraft dieser Landtagswahl setzt in ihrem Wahlprogramm auf massive Abschottung und Ausgrenzung. Der Landesverband wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Hier ist eine klare Haltung gefordert: Diese Positionen sind unvereinbar mit dem christlichen Menschenbild von der gleichen Würde aller Menschen, dem wir als katholischer Wohlfahrtsverband verpflichtet sind.
Soziale Verantwortung stärkt Demokratie
Der Widerspruch gegen diese Politik der Angst darf die sozialen Herausforderungen der Gegenwart nicht ausblenden. Aufgaben wie zum Beispiel die Sorge um verlässliche Pflege im Alter, Beratung für Familien in Not und die Integration von Menschen mit Fluchtgeschichten brauchen eine tragfähige soziale Infrastruktur. Sie entsteht dort, wo Menschen über ihre je eigenen Interessen hinaus Verantwortung übernehmen und sich für ein staatliches Handeln einsetzen, das den Schwächsten gerecht wird. Demokratie lebt nicht allein von Wahlen, sondern vom gemeinsamen Einsatz für das Versprechen, dass niemand zurückgelassen wird.
Gemeinsam für solidarische Verantwortung
Für eine solche Kultur des solidarischen Miteinanders werden wir uns als Caritasverband für die Diözese Limburg gemeinsam mit unseren zivilgesellschaftlichen Partnern mit aller Kraft einsetzen.