Limburg/Oberursel
. „Endlich
erwachsen!“, darauf freuen sich die meisten Jugendlichen. Erwachsen werden, das
heißt aber auch neue Situationen, Herausforderungen und zahlreiche Fragen.
Junge Menschen mit einer geistigen Behinderung sind, wie alle Jugendlichen auf
dem Weg ins Erwachsenenleben, auf der Suche nach ihrer Identität und Antworten
auf die Frage, wie es im nächsten Lebensabschnitt weitergehen soll, welche
Ziele und Perspektiven sie haben. Für sie gibt es das Projekt »Lebensübergang,
Lebensgestaltung & Lebensperspektiven« des
Alfred-Delp-Hauses
in
Oberursel, das die
Caritasstiftung in der Diözese Limburg
mit knapp 13.000
Euro unterstützt: Gemeinsam mit den Eltern und den jungen Erwachsenen wird über
die jeweiligen Wünsche an die eigene Lebensgestaltung gesprochen, und es wird
geschaut, welche individuelle Unterstützung die Interessenten auf ihrem Weg ins
Erwachsenenleben jeweils benötigen.
„Die
Caritasstiftung
unterstützt dieses innovative Projekt, da es jungen Menschen mit einer
geistigen Behinderung in ihrem neuen Lebensabschnitt hilft, da es selbstbestimmte
Teilhabe ermöglicht und ihnen neue Perspektiven eröffnet“, sagte
Dr. Hejo
Manderscheid
, Direktor des
Caritasverbandes für die Diözese Limburg e.V
.,
anlässlich der Übergabe des Schecks am 3. August 2008 in Oberursel. Gerade die
Loslösung von den Eltern, die Neugestaltung der familiären Beziehungen, der Aufbau
von tragenden Kontakten außerhalb der Familie und der Einstieg in die Berufstätigkeit
seien, so Manderscheid, Aufgaben und Herausforderungen, die bewältigt werden
müssen. „Dieses Projekt mit seinen Gesprächsangeboten, den thematischen Kursen
und praktischen Trainings zur Bewältigung des Alltags sind eine wichtige
Unterstützung für den Start in einen neuen Lebensabschnitt“, bekräftigt Manderscheid.
Gemeinsam, auch
unter Einbeziehung der Eltern, über Fragen zu den Zielen und Vorstellungen fürs
eigene Leben zu sprechen und praktische Alltagsdinge zu üben, genau das ist
Ziel des Angebots, das unter dem Motto »Mein Leben: Wer bin ich, was kann ich,
wie möchte ich leben?« steht. In der Projektwoche planen die Teilnehmer gemeinsam
ihr Mittagessen, sie gehen zum Einkaufen und kochen zusammen. In den Trainingseinheiten
können sie in der Praxis üben, was ihnen wichtig ist, also beispielsweise
kochen ein Verkehrstraining absolvieren. Ebenso wird geschaut, welche Möglichkeiten
der Freizeitgestaltung es gibt. Aber auch die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln
kann eingeübt werden. Wichtiger Bestandteil ist im Projekt die Begleitung und
Beratung der jungen Erwachsenen und ihrer Eltern sowie der Erfahrungsaustausch der
Teilnehmer.
Das Projekt »Lebensübergang,
Lebensgestaltung & Lebensperspektiven« wird finanziert durch die
Caritasstiftung
in der Diözese Limburg
, durch die
Hans-Magiera-Stiftung
mit 40.000
Euro sowie die
Geschwister-Jeckel-Stiftung
mit 41.000 Euro und wird wissenschaftlich
begleitet durch die Goethe-Universität Frankfurt
.
Informationen
zum Projekt
»Lebensübergang, Lebensgestaltung & Lebensperspektiven«
des
Alfred-Delp-Hauses
in Oberursel gibt es bei Yvonne Schellong und
Gerlinde Uphoff, Fon: 06171/638422, E-Mail:
fbb@adh-oberursel.de
[BU:]
Diözesancaritasdirektor
Dr. Hejo Manderscheid (links) überreicht dem Leiter des
Alfred-Delp-Hauses
,
Heinz Spadinger, den Scheck der
Caritasstiftung in der Diözese Limburg
über 12.965,98 Euro für das Projekt »Lebensübergang, Lebensgestaltung &
Lebensperspektiven«.