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Stand: 17.11.2014

Stellungnahme

Armutsbegriff

Armutsforschung - Erklärung zum Armutsbegriff

Armut nicht zum Spielball machen

Er hat für mächtig Wirbel gesorgt, der neue Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. „Armut“, das hat die öffentliche Diskussion gezeigt, ist mit vielen Vorurteilen belegt: Arme Menschen im reichen Deutschland? Gibt es nicht, so die Haltung, schließlich geht es Deutschland so gut wie nie, die Zahl der Arbeitslosen ist gesunken. Existenzielle Notlagen und Ausgrenzung betreffen – so die öffentlichen Wahrnehmung wenige Personen wie Obdachlose, Drogenabhängigen oder illegalisierte Migranten. Mitnichten! Der „Arbeitskreis der Armutsforscher“ räumt in seinem aktuellen Positionspapier zur Erklärung des Armutsbegriffs mit genau diesen Vorurteilen auf. Er zeigt auf, dass Armut mehr ist als wenig Geld: Armut hat mit fehlender Teilhabe und mangelnder Gerechtigkeit zu tun. Hinter Zahlen und Definitionen stehen Menschen, die tagtäglich mit Armut zu kämpfen haben.

Die Erwartung bleibt, dass die Armutsberichterstattung differenziert und zukunftsorientiert weiterentwickelt wird – damit die tatsächliche Lebenssituation der Menschen verbessert und Armut nicht zum Spielball wird.

 

 

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