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Stand: 14.10.2013

Pressemitteilung

Abschiebung

Afghanistan: Gefahr für Leib und Leben

Frankfurt, 5. Dezember 2017.  „Die für den morgigen Nikolaustag (6. Dezember) geplante Sammelabschiebung von insgesamt 78 afghanischen Asylsuchenden vom Frankfurter Flughafen muss unbedingt gestoppt werden!“ Das fordert Diözesancaritasdirektor Dr. Hejo Manderscheid mit Blick auf Informationen von SPIEGEL online vom 23. November. „Wer Menschen jetzt nach Afghanistan abschiebt, handelt unverantwortlich“, so Manderscheid. „Angesichts der sich seit Monaten stetig verschlechternden Sicherheitslage droht den Abgeschobenen Gefahr für Leib und Leben, weshalb auch Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl und Amnesty International sowie das UNHCR und der Deutsche Caritasverband dringend vor Abschiebungen warnen.“  

„Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass die Rückführungen in dieser unsicheren Situation vor Ort legitimiert werden sollen, indem auf Straftäter, Gefährder oder Identitätstäuscher abgestellt wird“, so Diözesancaritasdirektor Manderscheid. „Die Menschenwürde und das Recht eines Jeden auf körperliche und psychische Unversehrtheit gelten ohne Ausnahme!“  

„Wir appellieren daher nachdrücklich an das Bundesinnenministerium und an die hessische Landesregierung Abschiebungen nach Afghanistan und andere Krisenregionen auszusetzen, solange die Sicherheitslage und die Aufnahmesituation das Leben der Betroffenen gefährden“, fordert Manderscheid.

 Ansprechpartnerin: Merhawit Desta (Referentin Migration/Sozialrecht), Telefon: 06431 997-179, E-Mail: merhawit.desta@dicv-limburg.de