Caritasverband für die Diözese Limburg e.V. - Forum Sozialpastoral 27.10.2010

www.dicvlimburg.caritas.de
Veranstaltungen / Archiv
Veranstaltungen
Tag der Caritas 2012
Forum Sozialpastoral 26.10.2011
Fachtagung über Kinderschutz der Caritas-Diakonie-Konferenz-Hessen
Wallfahrt 2011
6. Hessisches Sozialforum am 12.02.2011
Gründung einer gemeinsamen Pflegegesellschaft
Forum Sozialpastoral 27.10.2010
Caritas-Forum 16. Juni 2010
Fachtag der Hessen-Caritas: Frühe Hilfen: Auf den Anfang kommt es an!
"Sind Kinder ein Armutsrisiko? - Wege aus der Kinderarmut"
Jahresempfang der Hessen-Caritas
Fachtagung der CLAG Soziale Sicherung
"Fit für die Zukunft" Juni 2009
BvkE Veranstaltung am 18. bis 20. Mai 2009
Tag der Caritas 2011
Hessen-Caritas
Tag der Caritas 2010
Tag der Caritas 2009
Tag der Caritas 2008
Caritas-Sonntag 2008

 

Forum Sozialpastoral

Forum Sozialpastoral am 27. Oktober 2010

Forum Sozialpastoral 2

Gemeindecaritas als Kirche vor Ort
Sozialforum zu den neuen Chancen diakonischer Pastoral


Auf eine spannende Spurensuche haben sich am Mittwoch, 27. Oktober, die rund 60 Teilnehmer des Forums Sozialpastoral im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod begeben. Thema war die Bedeutung der Gemeindecaritas, die im Rahmen der Entwicklung hin zu größeren Pfarreien zukünftig das "Gesicht" der Kirche entscheidend prägen wird. "Gemeindecaritas: Kirche vor Ort?" lautete demnach der Titel der Veranstaltung, zu der das Dezernat Pastorale Dienste zusammen mit dem Diözesancaritasverband Haupt- und Ehrenamtliche aus dem ganzen Bistum eingeladen hatte.

Wohin die Reise geht, machte in seiner Begrüßung Ordinariatsrat Michael Metzler als neuer Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Limburg e.V. deutlich, indem er das Fragezeichen des Titels in Frage stellte: "Da gehört ein Ausrufezeichen hin!" sagte er. Wo Caritas sei, sei schließlich Kirche, erklärte Pfarrer Metzler. Dass sich die "Zeit des Umbruchs", in der sich die Kirche befindet, keine ganz neue Erfahrung ist, belegte in seiner Einführung Torsten Gunnemann, Bereichsleiter beim Diözesancaritasverband, indem er aus dem gleichnamigen Fastenhirtenbrief von Bischof Wilhelm Kempf aus dem Jahr 1981 zitierte. Bei aller Umstrukturierung, so Gunnemann, müsse es gelingen, dass die Kirche im Rahmen der diakonischen Pastoral vor Ort sichtbar bleibe.

In verschiedenen Workshops hatten die Teilnehmer Gelegenheit, bereits bestehende und geplante Projekte kennen zu lernen und sich anhand ganz konkreter Beispiele über Chancen und Schwierigkeiten auszutauschen. Der Versuch, Netzwerke zu bilden und über "den Tellerrand" hinauszusehen, gehörte dabei zu den großen Themen in den einzelnen Gruppen. Wie das gelingen kann, erläuterte unter anderem ein Team aus dem Frankfurter Gallus-Viertel. Hier liegt der Schwerpunkt der Gemeindearbeit seit langem im Bereich der Sozialpastoral, es gibt verschiedene Stadtteilprojekte und auf allen Ebenen wird nicht nur mit der evangelischen Kirchengemeinde vor Ort, sondern auch mit den Einrichtungen der Stadt, den Schulen und Kindertagesstätten eng zusammengearbeitet. Die Lebensbedingungen in diesem Stadtteil sind schwierig, der Anteil der Katholiken ist mit 22 Prozent niedrig. Gleichzeitig sei, so die Pastoralreferentin Maria Schmedt, die Kirche sehr positiv besetzt: "Da gibt es keine Berührungsängste", sagte sie: "Die Leute verbinden mit Kirche Unterstützung".

Positive Erfahrungen dieser Art schilderten auch die Verantwortlichen des Caritasladens Bad Schwalbach, der unter dem Motto "Rund um Familie" vielfältige Aufgaben erfüllt, Begegnungsmöglichkeiten schafft und Hilfsangebote vernetzt. Auch neue Themen und Orte konnten an diesem Tag erkundet werden: Wie in Zukunft die so genannten kleinen christlichen Gemeinschaften als "Kirche in der Nachbarschaft" den veränderten Strukturen Rechnung tragen könnten, schilderte zum Beispiel Gemeindereferentin Jaqueline Schlesinger, die in ihrer Pfarrei in Kelkheim-Fischbach mit einem solchen Projekt starten will. Ein weiterer Arbeitskreis beschäftigte sich mit den Möglichkeiten, die ein Hospiz als "Ort glaubensbildender Gemeinschaft" haben kann.

Das bewährte Sozialforum mit seiner langen Tradition soll auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Das hatte zu Beginn Martin Klaedtke vom Dezernat Pastorale Dienste den Teilnehmern versichert. Es sei ein ausdrückliches Anliegen von Weihbischof Dr. Thomas Löhr, diese Art des Austauschs und der Vernetzung weiter zu führen, erklärte er.

(Herausgegeben von der Pressestelle des Bistum Limburg, Redakteurin: Barbara Reichwein)