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Forum Sozialpastoral am 27. Oktober 2010
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Gemeindecaritas als Kirche vor Ort Sozialforum zu den neuen Chancen diakonischer Pastoral
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Auf eine spannende Spurensuche haben sich am Mittwoch, 27. Oktober, die rund 60 Teilnehmer des Forums Sozialpastoral im Wilhelm-Kempf-Haus
in Wiesbaden-Naurod begeben. Thema war die Bedeutung der Gemeindecaritas, die im Rahmen der Entwicklung hin zu größeren Pfarreien
zukünftig das "Gesicht" der Kirche entscheidend prägen wird. "Gemeindecaritas: Kirche vor Ort?" lautete demnach der Titel
der Veranstaltung, zu der das Dezernat Pastorale Dienste zusammen mit dem Diözesancaritasverband Haupt- und Ehrenamtliche
aus dem ganzen Bistum eingeladen hatte.
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Wohin die Reise geht, machte in seiner Begrüßung Ordinariatsrat Michael Metzler als neuer Vorsitzender des Caritasverbandes
für die Diözese Limburg e.V. deutlich, indem er das Fragezeichen des Titels in Frage stellte: "Da gehört ein Ausrufezeichen
hin!" sagte er. Wo Caritas sei, sei schließlich Kirche, erklärte Pfarrer Metzler. Dass sich die "Zeit des Umbruchs", in der
sich die Kirche befindet, keine ganz neue Erfahrung ist, belegte in seiner Einführung Torsten Gunnemann, Bereichsleiter beim
Diözesancaritasverband, indem er aus dem gleichnamigen Fastenhirtenbrief von Bischof Wilhelm Kempf aus dem Jahr 1981 zitierte.
Bei aller Umstrukturierung, so Gunnemann, müsse es gelingen, dass die Kirche im Rahmen der diakonischen Pastoral vor Ort sichtbar
bleibe.
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In verschiedenen Workshops hatten die Teilnehmer Gelegenheit, bereits bestehende und geplante Projekte kennen zu lernen und
sich anhand ganz konkreter Beispiele über Chancen und Schwierigkeiten auszutauschen. Der Versuch, Netzwerke zu bilden und
über "den Tellerrand" hinauszusehen, gehörte dabei zu den großen Themen in den einzelnen Gruppen. Wie das gelingen kann, erläuterte
unter anderem ein Team aus dem Frankfurter Gallus-Viertel. Hier liegt der Schwerpunkt der Gemeindearbeit seit langem im Bereich
der Sozialpastoral, es gibt verschiedene Stadtteilprojekte und auf allen Ebenen wird nicht nur mit der evangelischen Kirchengemeinde
vor Ort, sondern auch mit den Einrichtungen der Stadt, den Schulen und Kindertagesstätten eng zusammengearbeitet. Die Lebensbedingungen
in diesem Stadtteil sind schwierig, der Anteil der Katholiken ist mit 22 Prozent niedrig. Gleichzeitig sei, so die Pastoralreferentin
Maria Schmedt, die Kirche sehr positiv besetzt: "Da gibt es keine Berührungsängste", sagte sie: "Die Leute verbinden mit Kirche
Unterstützung".
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Positive Erfahrungen dieser Art schilderten auch die Verantwortlichen des Caritasladens Bad Schwalbach, der unter dem Motto
"Rund um Familie" vielfältige Aufgaben erfüllt, Begegnungsmöglichkeiten schafft und Hilfsangebote vernetzt. Auch neue Themen
und Orte konnten an diesem Tag erkundet werden: Wie in Zukunft die so genannten kleinen christlichen Gemeinschaften als "Kirche
in der Nachbarschaft" den veränderten Strukturen Rechnung tragen könnten, schilderte zum Beispiel Gemeindereferentin Jaqueline
Schlesinger, die in ihrer Pfarrei in Kelkheim-Fischbach mit einem solchen Projekt starten will. Ein weiterer Arbeitskreis
beschäftigte sich mit den Möglichkeiten, die ein Hospiz als "Ort glaubensbildender Gemeinschaft" haben kann.
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Das bewährte Sozialforum mit seiner langen Tradition soll auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Das hatte zu Beginn Martin
Klaedtke vom Dezernat Pastorale Dienste den Teilnehmern versichert. Es sei ein ausdrückliches Anliegen von Weihbischof Dr.
Thomas Löhr, diese Art des Austauschs und der Vernetzung weiter zu führen, erklärte er.
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(Herausgegeben von der Pressestelle des Bistum Limburg, Redakteurin: Barbara Reichwein)
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